Der Staat und ich

Die Bilder dieser Phase zeigen furchterregende Einsichten in eine Welt, die zugleich real und visionär erscheint. Es sind sowohl Außenansichten, wie auch Innenansichten. Inspiriert sind sie von den Ereignissen und Auseinandersetzungen mit dem reaktionären Establishment in den Jahren nach 1968.

 

Die hier ausgewählten Bilder entstanden in den 80er Jahren. Das Thema der Doppeldeutigkeit wird in dieser Phase erstmals durch zwei gleichzeitig existierende Bildebenen aufgenommen. Bei den auf Leinwand gemalten Ölbildern zeigen Spiegel und Spiegelungen als bildnerisches Mittel häufig auf gleichzeitig existierende Wahrnehmungsebenen.

 

Daneben entstand eine Serie von Collagen mit schwarz-weiß Kopien. Unterschiedliche Bildelemente verdoppeln auch hier gewohnte Sichtweisen.

 

Eine besondere Serie ist der Revolutionärin Rosa Luxemburg (1871 - 1919) gewidmet. Ihre Worte: „Ein schöner Kapitän, der seinen Kurs nur nach dem momentanen Aussehen der Wasseroberfläche steuern und nicht verstehen würde, aus den Zeichen am Himmel und in der Tiefe auf kommende Stürme zu schließen“, waren dafür wegweisend.

 

Die Bilder sind sowohl Zeitzeugnisse als auch persönliche Auseinandersetzungen mit der politischen Atmosphäre jener Jahre. Diese Phase endete mit einer längeren Krankheitsphase und  Lebenskrise, die zu einer Neuorientierung führte.