Künstlerin

 

Die Bilder von Carla Randel zeigen Wandlungen auf, die mit unterschiedlichen Lebenszeiten und Wahrnehmungsschwerpunkten verknüpft sind. Die Darstellungsformen und Wahrnehmungsfelder wechseln von Außenansichten zu Innenansichten oder zu einer Vermischung beider Sichtweisen.

Der Blick zurück auf ältere Arbeiten verweist zum einen - trotz aller unterschiedlichen Ausdrucksweisen - auf etwas Gemeinsames. Zum anderen will er dokumentieren, auf welchem Fundament sich die folgenden Phasen entwickelt haben. Der Wechsel von Gegenstandslos und Gegenständlich oder die Vermischung beider Darstellungsformen resultiert sowohl aus der Lebens- als auch aus der Zeitgeschichte.

 

Was die hier vorgestellten Phasen und damit die zuletzt gemalten Bilder ab 1985 auszeichnet, ist insbesondere ihr Bezug zur Natur. Natur nicht als konkrete Außenansicht, sondern als Vorbild, hinter ihren Erscheinungsformen, ihre Bewegungen, ihre Energie, ihren Lebensgeist oder die ihnen zugedachten Mythen zum Vorschein zu bringen.


Vor 1985 gab es eine Periode, aus der politisch motivierte Bilder hervorgegangen sind. Der Übergang zwischen der mehr auf äußere Ereignisse und der mehr nach innen gerichteten Wahrnehmung war von einer Lebenskrise und Krankheitsperiode geprägt. Nicht betroffen von dieser Krise war nur der Schaffensdrang. Körperlich teilweise bewegungsunfähig, entstanden während dieser Phase äußerst naturalistische Darstellungen von Pflanzen, Blumen, Bäumen oder ähnlichen Objekten, die aus unmittelbarer Nähe betrachtet werden konnten. Da diese Phase zwar die Basis für die weitere Entwicklung bildete, nicht aber eine künstlerische Umsetzung in Metamorphosen, werden sie hier zunächst nicht gezeigt.

 

Das Grundthema von Bewegung und Doppeldeutigkeit taucht in Variationen in allen Phasen immer wieder auf.